Dienstag, 21. Juni 2016

Nordirland, Ihr seid die wahre Nummer 1.

Ein ereignisreicher Tag widmet sich dem nächsten morgen zu. Liebe Freunde was soll ich sagen? Wir sind erster der Gruppe C, haben noch kein Gegentor bekommen und die Polen hinter uns gelassen. Rein auf dem Papier sieht das nach einer souveränen Leistung aus. Leider ist die Realität eine andere, aber ich sehe das alles etwas entspannter. 

Der Tag ging heute echt schnell vorbei und es war eines unserer großen Highlights auf unserer Tour. Es lag eigentlich wirklich nur an den Fans und der Stimmung vor Ort, der Nordiren. Solche unterschiedlichen Gesänge und der Klassiker "Will Grigg is on fire" gingen durch die Decke. Irgendwann sangen wir mit und fühlten uns dabei wohl. 

Vor dem Stadion wurde ein Pub belagert, welcher an einen vierspurigen Kreisverkehr angebunden war. Nicht lange hat es gedauert bis dieser zum kompletten Stillstand kam - Verkehrschaos und Huperei vorprogrammiert. Es dauerte nicht lange, bis wir mit einigen Iren (Nord) ins Gespräch kamen. Dabei wurde unser allerfeinstes Englisch raus geholt, herrlich. Irgendwann wurde urplötzlich ein Ball in die Luft geschossen, dieser wurde bis zum Anpfiff in der Luft gehalten und bejubelt ohne Ende. 

Schade das wir langsam zum Stadion ziehen mussten, denn ich hatte der Stimmung gerne noch Stunden zugehört. Ohne größere Probleme ging es dann letztendlich ins Stadion wo man bekannte Gesichter noch traf. Ja was sollen wir wieder groß zum Spiel erzählen, bis zum Tor haben wir eine solide Leistung gezeigt und ein Tor mehr geschossen als der Gegener, das zählt. 

Nach Schlusspfiff ging nicht ein einziger Ire aus dem Block. Selbst nach der Niederlage wurde ein 25. minütiger Support seitens der Grünen angestimmt. Für uns deutsche undenkbar, aber nicht weiter tragisch, wir kennen es ja nicht anders. Anschließend ging es dann gemeinsam wieder Richtung Pub, welchen wir vor dem Spiel besuchten. Hier wieder das gleiche Bild, Stimmung pur und als feststand das die Iren sich sogar für das Achtelfinale qualifiziert haben, brachen wieder alle Dämme und der Kreisverkehr hatte erneut das Nachsehen. 

Eine total coole Szene gab es wiederum von Basti. Er tauschte sein Deutschland Trikot gegen das von einem Nordiren, wir waren alle etwas neidisch. Trikottausch mit den Besten.

Nach und nach wurden die Stimmen heiser und leiser. Wir machten uns dann auch wieder auf den Weg Richtung Flughafen und trafen noch eine Gruppe Mädels die auf dem nach Hause Weg waren. Irgendwie kamen wir uns Gespräch und sangen urplötzlich deutsche und französische Lieder, eine spontane und lustige Aktion muss ich sagen. 

Nun sind wir bereits wieder am Flughafen in Paris Orly und warten bis der erste Flieger hier vom Asphalt abhebt. Dieser bringt uns wieder ins 600 Kilometer entfernte Bordeaux, wo unser Wohnmobil hoffentlich noch wartet. Dann wird mal ordentlich Schlaf nachgeholt und die, laut Wetterbericht, 30 Grad am Strand genossen. 

Wir freuen uns das wir erster geworden sind und unseren Fahrplan wie gewohnt durchziehen können und keine Umwege in Kauf nehmen müssen. Jetzt machen wir die Augen zu und warten bis es 6 Uhr wird.

Gute Nacht und bis morgen aus Bordeaux.




















2 Kommentare:

  1. Klasse Bilder!! Und super Blog! Danke das wir an eurem Abenteuer teilhaben dürfen!!

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  2. Wir vom Dorfkeller Team möchten uns dafür bedanken, dass ihr uns an euren Blog und Tripp teilhaben lasst. Euch fünf würden wir gerne zum Essen einladen und hoffen das ihr bei einem .... Bier viel zu erzählen habt.

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